Kritiker befürchten ein Ende der Freiwilligenarbeit beim Rettungsdienst, vor allem wenn ein ausländischer Bewerber den Zuschlag erhält. Private Organisationen sehen das nicht so.Ende der Freiwilligenarbeit? Um die Ausschreibung des Rettungsdienstes in Tirol gehen weiterhin die Wogen hoch. Es gibt einige Bewerber aus Deutschland und Dänemark. Sollte ein ausländischer Rettungsdienst den Zuschlag bekommen, würde das zum Ende der Freiwilligenarbeit führen, befürchten Kritiker.
Freiwilligkeit ein fixer Bestandteil
Der Großteil der privaten Organisationen bestreitet dies. Die Freiwilligkeit sei ein fixer Bestandteil und Ehrenamtliche würden mitarbeiten, weil sie Gutes tun wollen, sagt Walter Tögl vom Grünen Kreuz in Wien. Er hofft gleichzeitig, dass die Mitbewerber nicht in einen Preiskampf verfallen. Denn darunter würden Qualität und Patienten leiden.
Keine “Hobbysanitäter”
Eine andere Ansicht zur Freiwilligenarbeit vertritt der bayrische Rettungsunternehmer Winfried Stadler: “Es kann nicht sein, dass irgendwelche Hobbysanitäter, die alle sechs Wochen tätig sind, auf die Patienten losgelassen werden”. Für ihn soll ausschließlich fixes Personal zum Einsatz kommen. Presse/ORF

2 Antworten bis jetzt ↓
1 Manfred // Okt 30, 2009 at 17:37
Ohne ehrenamtliche Sanitäter ist das Rettungssystem nicht aufrecht zu erhalten.Die Kassen haben kein Geld und Hauptberufliche wollen auch an jedem 1. des Monats ihren Gehalt
Besetze mal eine Rettungswache mit 5 Fahrzeugen 24 Stunden am Tag und mache eine Kostenrechnung….
Wenn nicht eine Kostentragung durch eine Gemeinde zu 100 % gegeben ist, geht die Rechnung nie auf und es ist bedauerlicher Weise der Konkurs des Rettungsunternehmens vorprogrammiert.
2 H.Kornhauser // Nov 8, 2009 at 16:39
Herr Manfred . . ?? . . . , ich nehme an, Sie sind bei einem der etablierten Rettungsvereine Mitglied und haben all die Jahre eingetrichtert bekommen, wie arm und mittellos der Rettungsverein ist.
Sonderbar, – es gibt doch auch andere Rettungsunternehmen in Österreich und gar nicht so wenige, und alle diese Rettungsdienste haben wenige bis gar keine freiwilligen Mitarbeiter, sondern hauptsächlich fix Angestellte. Dafür zahlen die Betriebe Steuern und Abgaben, mehr als ein Verein. Diese Unternehmen sammenl nicht, bekommen meist keine öffentliche Gelder von Gemeinden und Länder und kommen auch gut aus. Diese machen sogar Gewinne, ja es scheint sie wirtschaften besser sogar als etablierte Großvereine wie z.B. in der Steiermark, Burgenland und wie Sie meinen, auch Wien. Ist das nicht seltsam?
Aber nichts für ungut, Sie sind sicherlich ein überzeugt gewordener Freiwilliger und sollten es auch bleiben. Freiwillige fühlen sich eben doch wichtig und sind es auch.
K. Kornhauser
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